7 Tage Hauptstadt-Genuss: die Berlin Food Week

26 Michelin-Sterne, zahlreiche Streetfood-Märkte und Manufakturen, knapp 15.200 gastronomische Betriebe: Berlin ist Deutschlands Food-Metropole Nummer eins. Die Berlin Food Week zeigt vom 17. bis 23. September was kulinarisch Trend ist in der Stadt – vom Hummer-Brioche bis zur Schoko-Pistazien-Tart.

Schon mal was von Kakambo gehört? Klingt irgendwie schräg – und ist es auch: Kakambo ist ein „Cold Brew Kakao“ und derzeit schwer angesagt. Er besteht aus drei schlichten Zutaten: Wasser, Agavensirup sowie aus Fairtrade-Kakao-Bohnen, die zunächst fermentiert und geröstet, dann kalt gebraut werden. Das hippe Erfrischungsgetränk der Berliner Schokoladen-Manufaktur „Candide“ ist außerdem Hauptbestandteil des „Signature Drinks“ der Berlin Food Week – einer Pina-Colada-Variation. Der Edel-Kakao liegt somit gleich doppelt im Trend. Denn das vielfältigste Food-Festival der Republik präsentiert, was derzeit in der Hauptstadt kulinarisch angesagt ist. Und Berlin ist nun einmal Deutschlands Food-Metropole Nummer eins.

Bereits zum fünften Mal findet die Berlin Food Week in der Spree-Metropole statt. Und 70 Unternehmen der hauptstädtischen Gastro-Szene machen mit. Sieben Tage lang – vom 17. bis 23. September – präsentieren Szene-Läden, Restaurants, Start-ups und etablierte Gastro-Marken überall in der Stadt ausgefallene Gerichte und Produkte. Dabei geht es vor allem um den Genuss. „Spaß an allem, was auf den Teller kommt“ lautet das Motto des diesjährigen Festivals. Aber „Ethik, Qualitätsbewusstsein und Deutsche Küchenkultur“, bleiben dabei nicht auf der Strecke, wie die Macher des Festivals, die Agentur Schröder + Schömbs PR und Alexander van Hessen, betonen. 

Zentraler Marktplatz der Berlin Food Week ist das Bikini Berlin in Charlottenburg. Sieben Tage lang gibt’s hier Food-Trends pur: Feinschmecker und „Foodies“ können sich im Erdgeschoss oder auf dem Open-Air-Dach der Concept-Mall an den Ständen von rund 60 Ausstellern über aktuelle Trends informieren, probieren und shoppen. Draußen bieten Food-Trucks Schmackhaftes zum Entdecken und Testen an.   

Berlin-weit beteiligen sich außerdem 70 Berliner Restaurants am „Stadtmenü“. Unter dem Motto „Roast Trip“ bieten sie jeweils ein spezielles Wochenmenü an, das von der amerikanischen Küche inspiriert ist. Denn das Partnerland der Berlin Food Week sind in diesem Jahr die USA. Fans der ausgefallenen Küche können auf ihrem kulinarischen Trip durch die unterschiedlichsten Lokalitäten Berlins viel Neues  entdecken und testen. Serviert werden nämlich so ausgefallene Kreationen wie „Maisschaumsuppe mit Ahornsirup, Grapefruit und geräuchertes Popcorn“, „Grünes Tomatenkompott mit Koriander, Buttermilch und Pecanuss“ oder der „Berlin Lobster Rumble“ – Hummer im Brioche-Brötchen. 

Weitere Highlight des Berliner Food-Festivals ist die „Miele Cooking School“. Im Miele Experience Center Unter den Linden wird in verschiedenen Workshops zubereitet und gekocht und Koch-Wissen vermittelt. Die Berliner Cake-Queen Cynthia Barcomi verrät Back-Enthusiasten praktische Tipps rund um Schokoladen-Pistazien-Tarts oder Oatmeal-Cookies. Chefkoch Sebastian Frank aus dem Kreuzberger Sterne-Restaurant „Horváth“, Berliner Meisterkoch 2017 und im Januar 2018 zum „Besten Koch Europas gekürt,  gibt Einblicke in die Kunst des Teller-Anrichtens. Daniel Grothues wiederum, Betreiber des erfolgreichen Supperclubs „Daniel‘s Eatery“ in Prenzlauer Berg sowie des kulinarischen Projektraums „The Hidden“, zeigt wie man hippe Hybrid-Pastry herstellt. Dieser Mega-Trend aus New York ist auch Thema von Aaron Caddel aus San Francisco. Im Rahmen der „Berlin Food Night“ berichtet der Gründer der Craft-Bäckerei „Mr. Holmes Bakehouse“ am Dienstag, wie er mit dem „Cruffin“ einen weltweiten Hype auslöste – einem Hybrid-Gebäck aus Croissant und Muffin.  

Abgerundet wird das Berliner Food-Festival von der Fachkonferenz, die am Dienstagnachmittag im Kunstgewerbemuseum stattfindet. In verschiedenen Vorträgen geht es hier um: „The Future of Food“. Für die Hauptstadt ein zentrales Thema. Denn eins ist klar: In Berlin kocht und kreiert die Food-Avantgarde. Nicht von ungefähr kürte der renommierte Restaurant-Führer Michelin Berlin 2018 zur deutschen Gourmet-Hauptstadt. 26 Michelin-Sterne zählt die Metropole inzwischen, vergeben an sechs Zwei-Sterne-Restaurants und 14 Restaurants mit einem Stern. Food-Profis und Hobby-Köchen aus aller Welt bietet die Stadt außerdem große kulinarische Vielfalt und die Freiheit, sich unbegrenzt auszuprobieren.

Man kann es sich auch einfach nur in einem der knapp 15.200 gastronomischen Betriebe der Hauptstadt so richtig gut schmecken lassen. Zum Beispiel über einem norwegischen Gericht mit Asia-Twist oder beim Genuss eines echten Berliner Klassikers, der Currywurst. Kurzum: Auf der Berlin Food Week kann jeder die kreative Vielfalt Berlins für sich entdecken. Und dazu noch ein kühles Getränk genießen. Vielleicht sogar einen Kakambo! 

Mehr Informationen unter www.berlinfoodweek.de

Das kulinarische Berlin ist für mich kreativ, modern, zugleich aber auch traditionell und bodenständig.
Sebastian Frank, Bester Koch Europas 2018, Berliner Meisterkoch 2017

Bildquelle: Berlin Food Week 2018