Gutes tun, aber wie?

Sachspenden, Zeitspenden, Geldspenden, Blutspenden – wer helfen will, kann dies in Berlin auf  vielfältige Weise tun. Ob ehrenamtliches Engagement bei der Berliner Tafel e.V. , beim Blutspende-Dienst, im Rahmen von integrativen Fußballprojekten oder beim nachbarschaftlichen Einsatz im Kiez. Das Angebot an freiwilliger Unterstützung ist dabei ebenso groß wie der Bedarf. Allerdings ist es nicht ganz einfach, das passende Projekt zu finden. Übersichtliche Abhilfe schafft 50 Ways to help in Berlin.

 

 

Über Begegnung entsteht Integration

Tandoori Chicken, Falafel, Lamm-Kebab oder Apple Pie: Bunt sind die Gerichte, wenn Neuankömmlinge aus aller Welt regelmäßig im Kreuzberger Sharehaus Refugio mit Berliner*innen zusammenkommen, um gemeinsam zu kochen. Das „Open Kitchen“-Projekt der Initiative Give Something back to Berlin (GSBTB) bringt hier regelmäßig Menschen an einen Tisch. So wachsen nicht nur neue Freundschaften, sondern auf selbstverständlichem Wege entsteht auch Integration. Und genau dies ist das Ziel der schwedischen Journalistin Annamaria Olsson, die GSBTB 2012 mit einem spontanen Facebook-Post ins Leben rief. Inzwischen bietet die Initiative (Neu-)Berliner*innen eine Plattform, um sich über die verschiedensten Projekte für ihren Kiez zu engagieren. Zum Beispiel mit Sprachunterricht oder im Rahmen von Tanz- und Kreativworkshops.

Die Berliner Tafel e.V. gibt es schon etwas länger. Seit 1993 rettet der Verein Lebensmittel aus Supermärkten vor der Vernichtung und versorgt damit Bedürftige. Pro Monat werden so rund 660 Tonnen Lebensmittel an etwa 125.000 Menschen verteilt. Das geht natürlich nicht ohne Spenden und ehrenamtliche Helfer, die beispielsweise in den verschiedenen Berliner Bezirken die Lebensmittel ausgeben.

 

Projekte finden entlang des U- und S-Bahnnetzes

Give Something back to Berlin und Berliner Tafel e.V. sind nur zwei von rund 50 gemeinnützigen Organisationen und sozialen Projekten, die aktuell auf 50 Ways to help in Berlin verortet sind. Wer in den Sommerferien oder nach Feierabend in Berlin etwas Gutes tun möchte, der findet über die interaktive Stadtkarte unkompliziert ein passendes Projekt. Denn die Übersicht listet die unterschiedlichen Initiativen übersichtlich entlang des Berliner U- und S-Bahnnetzes. Kleine Projekte und Organisationen wurden bei der Auswahl besonders berücksichtig, denn sie kommen bei der Verteilung von Spenden häufig zu kurz.

Praktisch: Per Klick auf das entsprechende Icon erhält man für jedes Projekt eine Übersichtsfenster mit Angaben zur Organisation, Anbindung an ÖPNV und –  falls vorhanden – zum Spendenkonto. Zusätzlich sind die Projekte und Organisationen nach Sachspenden, Geldspenden, Zeitspenden und Blutspenden kategorisiert. Unterwegs lässt sich die Karte mobil über den Browser bedienen. Eine App existiert leider noch nicht. Gesucht wird vielerlei Unterstützung. Auch Weitersagen hilft!

 

Jetzt bewerben für den 'FARBENBEKENNEN-Award 2019!

Wie vielfältig die Möglichkeiten sind, sich ehrenamtlich in die Gesellschaft einzubringen, belegt  auch der #FARBENBEKENNEN-Award, der seit 2018 den besonderen Einsatz von Geflüchteten für Berlin würdigt. Im vergangenen Jahr wurden Einzelpersonen und Initiativen ausgezeichnet, die über Begegnungen von Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten zum friedlichen Miteinander in der Stadt beitragen. 2019 wird der Award an geflüchtete Gründer vergeben, die sich mit ihren Organisationen für Gesellschaft und Demokratie einsetzen.Am 5. August 2019 ist Bewerbungsschluss. (vdo)

Übrigens: Gemeinnützige Organisationen, die gern noch in die interaktive Stadtkarte „50 Ways to help in Berlin“ aufgenommen werden möchten, können ihre Anfrage richten an: charleen.tesch@neoavantgarde.de

Fotos: © GSBTB.org; Foto Mitte (u.li.): ©Berliner Tafel/Dietmar Gust; Screenshot Stadtplan: lottoland.com

 

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