#FARBENBEKENNEN-Award 2019: Wer hat gewonnen?

Nun stehen sie fest: die Gewinnerinnen und Gewinner des #FARBENBEKENNEN-Award 2019. Am 1. Advent wurden die Preise auf einer feierlichen Gala im Roten Rathaus in drei Kategorien an engagierte Geflüchtete vergeben. Das Motto des diesjährigen Awards lautete: „Gründergeist“.

„Mit dem #Farbenbekennen-Award rücken wir engagierte Menschen ins Scheinwerferlicht, die in ihrer neuen Heimat für andere einstehen, Arbeitsplätze schaffen, Menschen miteinander ins Gespräch bringen und die Demokratie stärken“, so Sawsan Chebli, Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement. Gemeinsam mit dem Fernseh-Moderator Cherno Jobatey moderierte die Initiatorin des #FARBENBEKENNEN Awards am Sonntag im Berliner Rathaus die Gala zur Preisverleihung. „Damit setzen wir dem Hass und den vielen abwertenden Äußerungen über Geflüchtete ein deutliches Zeichen der Anerkennung und des Respekts entgegen. Ich bin stolz darauf, dass in unserer Stadt Berlin solche Geschichten der Freiheit, des Zusammenhalts und des Erfolges von Geflüchteten möglich sind und wir sie gemeinsam feiern!“

Erstmals wurde der #FARBENBEKENNEN-Award 2018 verliehen, um das besondere Engagement von Geflüchteten zu ehren. In diesem Jahr stand er unter Motto „Gründergeist“ – und er wurde gleich in drei Kategorien vergeben. Für den Preis konnten sich Geflüchtete bewerben, die in Berlin Initiativen, Vereine oder Unternehmen gegründet haben, die zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft beitragen. Den Gewinner des Publikumspreises wählten die Berlinerinnen und Berliner vom 23. Oktober bis zum 13. November im Rahmen eines Online-Votings. Der Sonderpreis für besonderes Engagement von Geflüchteten gegen Antisemitismus wurde in diesem Jahr erstmals vergeben.

Ins Leben gerufen wurde die Initiative #FARBENBEKENNEN 2017. Berlin Partner setzt den Award gemeinsam mit der Senatskanzlei um und beteiligte sich auch an dem Preisgeld. Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner, unterstrich die Bedeutung Geflüchteter für den Wirtschaftsstandort Berlin, denn Wirtschaft in Berlin sei mehr als nackte Zahlen und Bilanzen. „Die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Hauptstadt erzählen eine Geschichte – von Zerstörung und Wiederaufbau, von Trennung und der Überwindung schier unüberwindbarer Hürden, von Comebacks und Freiheit in allen Dingen. Wirtschaft in Berlin ist eine Erfolgsgeschichte, und wir sind froh und dankbar, dass die diesjährigen Preisträger diese Geschichte mit uns weiterschreiben.“ (vdo)

 

Jurypreis

Berlin Partner/photothek

Bashar Hassoun / FREEARTUS/LAWRENCE Restaurant

„Ost und West, Juden, Christen und Muslime kommen hier zusammen.“

Das FREEARTUS/LAWRENCE Restaurant ist ein Ort, an dem man mitten in Berlin Damaskus schmecken, riechen, sehen und fühlen kann. Bashar Hassoun verbindet mit dem Restaurant seine neue und seine alte Heimat und somit Welten. Gleichzeitig gibt er Menschen einen Ort des Kennenlernens und schafft Arbeitsplätze für inzwischen 20 Mitarbeitende, viele von ihnen selbst Geflüchtete.

 

Publikumspreis

© Berlin Partner / photothek

Beslan Kabartai / Freudy UG

„Wenn ich sehe, wie die Deutschen lächeln, nachdem sie meinen Käse probiert haben und wie die Araber sich an ihre Heimat erinnern, wenn sie ihn testen – dann weiß ich, dass ‚Freudy’ der richtige Name für meine Produktlinie ist.“

Mitten in Brandenburg stellt der 27-Jährige Syrer Beslan Kabartai Halloumi, tscherkessischen Käse und Hartkäse sowie Joghurt und Quark nach alten syrischen Rezepten und Herstellungsverfahren her.

 

Platzierungen gingen an Anab Mohamud, die sich mit ihrer Initiative Space2GroW für das Empowerment von geflüchteten Frauen einsetzt und an Ramy al Asheq Gründer des arabisch deutschen Online-Magazins FANN.

 

 

Sonderpreis für besonderes Engagement von Geflüchteten gegen Antisemitismus

Sandy Albahri

„Man kann Rassismus und Diskriminierung nicht abschaffen, aber gerade in der jungen Generation kann man mit Informationen und Aufklärung viel erreichen.“

Die 28-jährige Sandy Albahri engagiert sich in Projekten der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA e.V.) aktiv gegen Vorurteile, Antisemitismus und andere Formen der Diskriminierung. Dabei arbeitet sie vor allem mit jungen Geflüchteten in Berliner Willkommensklassen zusammen.

 

Fotos: © Berlin Partner / photothek

Mehr Informationen
www.farbenbekennen.de.

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